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Zweites W20-Dialogforum der Frauenverbände

Am 23. Februar 2018 fand das zweite W20-Dialogforum der Frauenverbände in Deutschland statt mit dem Ziel, die Ergebnisse der vergangenen W20-Präsidentschaft zu reflektieren und Forderungen für die deutsche Position unter argentinischen W20-Vorsitz zu erarbeiten.

Wie gestalteten sich die internationalen W20-Verhandlungen unter deutschen W20-Vorsitz? Wie konnten die auf dem ersten W20-Dialogforum (Febr. 2017) formulierten Forderungen in die internationalen Gespräche und Prozesse eingebracht werden? Was konnten die Frauenverbände und -organisationen konkret in der G20 bewegen? Diese und ähnliche Fragestellungen wurden im Rahmen der Begrüßungsreden von Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, und Jasmin Arbabian-Vogel, Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Unternehmerinnen sowie in den Vorträgen der Geschäftsführerinnen Dr. Anja Nordmann (DF) und Claudia Große-Leege (VdU) näher beleuchtet.

Moderiert von W20-Projektleiterin Juliane Rosin widmete sich der zweite Teil der Veranstaltung den thematischen Schwerpunkten der argentinischen W20-Präsidentschaft. Fünf Impulsvorträge gehalten von Anja Weusthoff (DGB Bundesvorstand), Angelika Huber-Straßer (KPMG Bereichsvorstand), Nina Roth (EMSD), Franziska Kreische (betterplace lab/ krankheitsbedingt ausgefallen) und Daniela Ruhe (Deutscher LandFrauenverband) identifizierten aktuelle Herausforderungen in den Bereichen: Gleichberechtige Beteiligung am Arbeitsmarkt;  Finanzielle Inklusion; Gleichberechtigte Teilhabe an der digitalen Transformation; Frauen im ländlichen Raum.

Nach einer kurzen Kaffeepause teilten sich die Teilnehmerinnen in vier Arbeitsgruppen (AGs) auf, welche von Ulrike Helwerth (AG Beteiligung am Arbeitsmarkt), Dr. Silvia Mazura (AG Finanzielle Inklusion), Birte Siemonsen (AG Digitale Transformation) und Barbara Bißbort (AG Frauen im ländlichen Raum) moderiert wurden. Die AGs diskutierten den ersten Positions-Draft des argentinischen W20-Büros und ergänzten diesen mit Perspektiven und Positionen aus der eigenen Verbandsarbeit. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden im Anschluss von den AG-Moderatorinnen im Plenum vorgestellt und an die mandatierten Verbände weitergegeben. Nun ist es Auftrag der Delegierten des Deutschen Frauenrats und des Verbands deutscher Unternehmerinnen, die gemeinsam erarbeiteten Forderungen in den internationalen Dialog unter W20 Argentinien einzuspeisen.

Der W20-Dialog ist ein wichtiges und einflussreiches politisches Forum, um frauenpolitische Themen in die internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik einzubringen und substanziell zu verankern. Die Expertise und Mitarbeit der weiblichen deutschen Zivilgesellschaft ist notwendig, um innovative und kraftvolle Positionen zu entwickeln, die durch die deutsche Delegation in den G20-Prozess eingebracht werden kann.

Text: W20 Germany