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Wirtschaftsfaktor Karneval

Mit dem Karneval sei es wie mit Weihnachten: „Weihnachten findet statt – auch, wenn kein Weihnachtsmarkt stattfindet.“ Es gehe jetzt darum, „kreativ zu werden und das Herz des Fastelovends herauszuarbeiten“, so der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn („Fastelovend“ ist der traditionelle Kölner Begriff für Karneval).

Er gab zahlreichen Teilnehmerinnen Einblicke in die Hintergründe und Entstehung des seit 2004 zum Immateriellen UNESCO Kulturerbe gehörenden Rheinischen Karnevals.  Eine vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichte Studie beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro. Allein in Köln beläuft sich der Wirtschaftsfaktor auf 600 Mio. EUR., und ca. 5000 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Gemeinsam „jeck“ zu sein, sich verkleiden, in andere Rollen zu schlüpfen und ausgelassen zu feiern gehört ebenso zum Karnevalsfest wie das ehrenamtliche und soziale Engagement.

Bis zu 2,0 Mio. EUR Spendengelder werden jedes Jahr generiert, dieses Jahr durch einen besonderen Aufruf #nitallein – zur Unterstützung der Kulturschaffenden im Karneval. Der Präsident würde sich auch mehr weibliches Engagement wünschen – aber der Karneval ist da noch „sehr konservativ“. „Die Jungfrau bleibt aber definitiv ein Mann – aus historischen Gründen“, sagt Christoph Kuckelkorn und freut sich schon im nächsten Jahr, die vielen Unternehmerinnen persönlich im Kölner Karneval begrüßen zu dürfen.