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Weibliche Unternehmensnachfolge zwischen Tradition und Innovation

Erfahrungen. Austausch. Netzwerken. Zusammen mit dem Landesverband Baden unter der Leitung von Erika Schroth, Cordula Schulz und Dr. Sabine Wegner veranstaltete das Nachfolgeprojekt des VdU Ende Oktober im Tagungshaus der deutschen Wirtschaft, Baden-Baden, einen generationsübergreifenden Austausch zwischen Nachfolgerinnen und Unternehmensübergebenden.

Der deutsche Mittelstand steht für Stabilität und Fortschritt und ist Deutschlands Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor. Gleichzeitig offenbart sich am Beispiel der Unternehmensnachfolge die große Achillesferse. An keinem anderen Punkt seiner Entwicklung ist ein mittelständisches Unternehmen so verwundbar. Die Nachfolge in die nächste Generation bewegt sich im Spannungsfeld eines Generationswechsels – zwischen Tradition und Veränderung. Und nicht selten hängt die Zukunftsfähigkeit von mittelständischen Unternehmen davon ab, wie mit diesem Spannungsfeld umgegangen wird.

In einem exklusiven und vertraulichen Rahmen widmeten sich an einem sonnigen Herbsttag Unternehmer*innen der weiblichen Nachfolge und deren Potenzial für den deutschen Mittelstand. Nach einer Eröffnungsrede der LV-Vorsitzenden Erika Schroth, betonte die Gastgeberin Cordula Schulz, Mitglied des Landesvorstand Baden, Ansprechpartnerin für das Netzwerk Unternehmensnachfolge in Baden, die Wichtigkeit dieser Veranstaltung. „Das Gefühl, mit den Fragen der Übergabe nicht allein zu sein, mit Gleichgesinnten diese Fragen zu erörtern und verstanden zu werden, ist von großer Bedeutung und trägt dazu bei, dass der Generationswechsel erfolgreich vollzogen wird“, so Cordula Schulz, die selbst vor zehn Jahren das Familienunternehmen Schulz Flexgroup GmbH übernommen hat.

Wertvolle Impulse, wie sich Unternehmen mit weiblichen Nachfolgerinnen für die Herausforderungen der Zukunft aufstellen können, erhielten die Teilnehmer*innen dabei durch zwei Best-Practice Beispiele. Während das Vater-Tochter Gespann unter Dina Reit und Christoph Kollbach der SK-Laser GmbH die weibliche Nachfolge aus familieninterner Perspektive vorstellte, beleuchteten Jana Seifert und Hubert Rasig von Commha Consulting die Unternehmensübergabe aus dem Blickwinkel einer externen Übergabe an eine Mitarbeiterin.

Im Anschluss an die jeweiligen Impulse erhielten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und Lösungswege untereinander auszutauschen. Im Fokus standen dabei folgende Leitfragen:

  • Welche Strategien und Herangehensweisen braucht es, um eine Unternehmensnachfolge zielorientiert begegnen zu können?

  • Wie kann ich in meiner Rolle als Übergebende oder Übergebender dazu beitragen, dass das Unternehmen durch die Nachfolge erfolgreich weitergeführt wird?

  • Welches Potenzial offenbart sich mit dem Antritt einer neuen Nachfolgerin?

Bei abschließendem Abendessen in dem festlichen Ambiente des Palais Biron wurden noch lange Erfahrungen ausgetauscht und viele neue Kontakte geknüpft.