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Verlängerung und Erweiterung der Überbrückungshilfe bis Ende des Jahres

Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Dabei wurde im Vergleich zur 1. Phase die Zugangsbedingungen erleichtert und der Umfang der Hilfen erweitert. Dadurch können auch Unternehmen einen Antrag stellen, die einen weniger massiven Einbruch erlitten haben. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Mitte Oktober gestellt werden.

Folgende Änderungen gelten für die 2. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate September bis Dezember 2020):

1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind Antragsteller, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Auch Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen.

2. Deckelung der Höhe der Überbrückungshilfe für Klein- und Kleinstunternehmer entfällt: Sie lag in der 1. Phase bei 9.000 bzw. 15.000 Euro. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt nun 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die vier Monate September bis Dezember insgesamt bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

3. Erhöhung der Fördersätze: Künftig werden erstattet

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten),
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).

Förderfähige Fixkosten sind unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern, aber auch ein Teil der Personalaufwendungen (siehe 4. Punkt).

4. Erhöhung Personalkostenpauschale: Personalaufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können durch eine Pauschale der förderfähigen Fixkosten unterstützt werden. Die Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.

5. Bei der Schlussabrechnung sind künftig Nachzahlungen ebenso möglich wie Rückforderungen.