| Corona | Umfrage Zurück

VdU-Umfrage vom 16.03.2020

Für Selbständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen drängt die Zeit. Noch vor 10 Tagen waren von den Auswirkungen der Corona-Pandemie nur rund die Hälfte der VdU-Unternehmerinnen betroffen. Die erneute Mitgliederbefragung vom 16. März 2020 zeigt, dass mittlerweile rund 90 Prozent der Unternehmerinnen die Auswirkungen spüren, und zwar in einem deutlich stärkeren Maße.

Die Mehrheit der Befragten ist aktiv geworden und hat Schutzmaßnahmen ergriffen. So ermöglichen 61 Prozent der Unternehmerinnen den Mitarbeiter*innen die Arbeit von Zuhause aus zu erledigen. Vermehrt wurden auch Absagen von Dienstreisen vorgenommen. Die Zahl der Betriebsschließungen ist von 1,5 auf rund 17 Prozent gestiegen.

Insbesondere der Nachfragerückgang entwickelt sich rasant. Mehr als die Hälfte muss Stornierungen von Aufträgen in Kauf nehmen und 88 Prozent gaben an, dass Termine mit Kunden abgesagt wurden. Von Lieferengpässen sind nach wie vor ein Viertel der Unternehmerinnen betroffen.

Angesichts der zu erwartenden Umsatzrückgänge sehen die Unternehmerinnen nun einen deutlichen Handlungsbedarf der Politik. 77 Prozent der Befragten erwarten vorgezogene Steuererleichterungen. Den Bedarf nach Überbrückungskrediten nennen 57 Prozent der VdU-Unternehmerinnen.


Die Umfrage wurde vom 16. bis zum 18. März durchgeführt und basiert auf einer Online-Befragung von 259 deutschen Unternehmerinnen, die Mitglied beim VdU sind.

Die Antworten verteilen sich auf folgende Branchen: Dienstleistung (73,9%), Handel (15,2%), Produktion (8,9%), Handwerk (7,0%), Gastronomie/Hotellerie (5,1%), Weitere (13,6%).1

Nach Unternehmensgrößen verteilen sich die Antworten wie folgt: <20 Mitarbeiter*innen (75,3%), 20-50 Mitarbeiter*innen (13,3%) und >50 (11,4%).

1 mehrere Antwortoptionen