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Unternehmerinnen zu Koalitionsverhandlungen: Neue Bundesregierung sollte Fokus auf Entlastung richten

Die deutschen Unternehmerinnen sehen die angehenden Koalitionäre auf dem falschen Weg: „Es wird viel Geld aus vollen Kassen bewegt, aber die seit Jahren überfällige Entlastung der Mittelschicht ist nicht geplant. Die neue Bundesregierung sollte umsteuern und die Weichen Richtung Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand stellen“, forderte die Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), Stephanie Bschorr, anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin.

Die Unternehmerinnen kritisieren, dass die Entlastungsempfehlungen der Wirtschaftsweisen offenbar keinen Eingang in die Koalitionsgespräche gefunden haben. „Kein Abschmelzen des so genannten Mittelstandsbauches, keine Anpassung des Einkommensteuertarifs an die Verbraucherpreise, keine Abschaffung des Solidaritätszuschlags zum rechtlich fälligen Termin mit Auslaufen des Solidarpakts 2019 und eine fragwürdige Fortführung des Solis für Einkommen, die etwa beim Anderthalbfachen des Durchschnittsverdienstes liegen: Die Leistungsträger aus der Mittelschicht sind gekniffen“, konkretisierte Bschorr die Kritik der Unternehmerinnen an den steuerpolitischen Plänen der angehenden Koalitionäre.

„Während um uns herum die Unternehmenssteuern gesenkt werden, verlieren die Verhandler die Zukunftsbelange der deutschen Wirtschaft aus dem Blick. Die amerikanische Steuerpolitik kämpft gezielt um Unternehmensansiedlungen, Investitionen und um neue Arbeitsplätze, aber die deutsche Politik der angehenden kleinen großen Koalition leistet sich eine Rolle rückwärts: Sie verzichtet auf eine spürbare Entlastung der Beschäftigten und der Unternehmen und setzt stattdessen auf teure Rentenpläne zulasten der jungen Generation und der Steuerzahler“, unterstreicht die Präsidentin. „Richtig wäre das Gegenteil“.

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