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MINT im Fokus: „Wie gelingt Nachhaltigkeit in der Industrie? – Schwerpunkt: Verpackung“

Zum Thema Nachhaltigkeit in der Industrie diskutierten Dr. Andrea Rösinger, Geschäftsführerin CompAllianz, Jana Knapp, Kommunikation bei Kartonveredlung Knapp, Cordula Schulz, Geschäftsführerin Schulz Flexgroup, Erika Schroth, Geschäftsführerin permanent·es personalmanagement, Simone Mosca, Geschäftsführerin Mosca, Olga Mordinova, Geschäftsführerin incontext.technology und Dr. Alexandra Pehlken, Lead Sustainable Manufacturing Systems bei OFFIS (von links)

Wie können Unternehmen zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beitragen? Diese Frage haben Unternehmerinnen und Expertinnen diskutiert und das Thema „Nachhaltigkeit in der Industrie – Schwerpunkt: Verpackung“ ganzheitlich in den Blick genommen.

Die rund 30 Teilnehmerinnen der Veranstaltung diskutierten nicht nur Ideen und bereits gelebte Verbesserungen zur Schonung von Ressourcen, sondern auch offene Fragen wie den Umgang mit Abwärme in den immer größer werdenden Rechenzentren.

Fotovoltaikanlagen auf dem Firmendach, die Verwendung sortenreiner Kunststoffe, die Zweitverwendung von Umverpackungen aus Karton – das sind nur einige Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften von VdU-Mitgliedsunternehmen aus der Verpackungsbranche. Gerade diese Branche werde besonders kritisch beäugt, so Olga Mordvinova, Geschäftsführerin incontext.technology, die die Veranstaltung in den Werkshallen von Kartonveredlung Knapp in Schwetzingen gekonnt moderierte. Dabei erfüllen Verpackungen wichtige Funktionen: Sie schützen beispielsweise Produkte beim Transport oder sorgen für längere Haltbarkeit und helfen so, dass weniger weggeworfen werden muss.

Digitalisierung als Helfer in Sachen Nachhaltigkeit

Die Recyclingfähigkeit von Materialien und die Vermeidung von Ausschuss sind zwei der vielen möglichen Ansatzpunkte, wenn es um nachhaltige (Verpackungs-)Produktion geht. Die Digitalisierung, so ein Ergebnis der Podiumsdiskussion, kann ebenfalls dazu beitragen CO2 zu sparen: Etwa indem Maschinen so gesteuert werden, dass sie besonders energieeffizient arbeiten. IT-Lösungen sorgen auch dafür, dass es überhaupt erst möglich wird, den CO2-Fußabdruck in der Produktion konkret zu beziffern.

Damit hörte das Thema Nachhaltigkeit an diesem Nachmittag noch nicht auf: Für die Teilnehmerinnen ist eine nachhaltige Personalpolitik – insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – ebenso Teil unternehmerischer Nachhaltigkeit. Dazu gehört die Bindung von Mitarbeitenden ebenso wie die Ausbildung des Nachwuchses und das rechtzeitige Kümmern um die eigene Unternehmensnachfolge.

Wie wichtig es ist, nachhaltig zu wirtschaften und Rohstoffe wieder zurück in den Ressourcenkreislauf zu bringen, zeigte Dr. Alexandra Pehlken, Lead Sustainable Manufacturing Systems bei OFFIS, in ihrem Vortrag am Beispiel Magnesium. Der weitaus größte Teil des weltweiten Bedarfs stammt momentan aus China. Das kann angesichts der aktuellen geopolitischen Lage für das produzierende Unternehmen schnell zum Problem werden.

Verschiedene Unternehmen, zahlreiche Perspektiven

Neben Alexandra Pehlken und Olga Mordvinova diskutierten auf dem Podium zum Thema Nachhaltigkeit: Cordula Schulz, Geschäftsführerin Schulz Flexgroup, Erika Schroth, Geschäftsführerin permanent·es personalmanagement, Dr. Andrea Rösinger, Geschäftsführerin CompAllianz, Matthias Volkmann, Leiter Verkaufsgruppe Faltschachteln Kartonveredlung Knapp, Jana Knapp, Kommunikation bei Kartonveredlung Knapp und Simone Mosca, Geschäftsführerin Mosca.