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Mindestlohn nicht kurzfristig auf 12 Euro erhöhen

Anlässlich der politischen Forderung nach einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro ab 2021 erklärt der VdU: Es ist gut, dass der Mindestlohn in der Mindestlohnkommission als Ausdruck der erfolgreichen Sozialpartnerschaft in Deutschland festgelegt wird. Dabei müssen auch die Rahmenbedingungen der Unternehmen, wie die zunehmende Steuer- und Abgabenlast, steigende Energiekosten und die Risiken einer schwächeren Konjunktur Berücksichtigung finden.

Der VdU ist daher gegen eine kurzfristige Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro. Der Mindestlohn ermöglicht den beruflichen (Wieder)Einstieg von Schüler*innen und Studierenden sowie Geringqualifizierten. Er ist ein erfolgreiches Mittel der Arbeitsmarktpolitik. Eine überproportionale Anhebung des Mindestlohns kann negative Effekte für diesen Sektor haben, zum Beispiel durch Kürzungen oder durch Wegfall dieser Stellen. Bei einem erneuten Rekordüberschuss des Bundes von 13,5 Milliarden Euro ist zudem eine umfassende Steuerreform geboten, die nicht nur Unternehmen entlastet, sondern auch und insbesondere Arbeitnehmer*innen.