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Heike Schneider-Jenchen gewinnt German Innovation Award 2021

Heike Schneider-Jenchen, Geschäftsführerin von Aquaenergy und 2. Vizepräsidentin des VdU, nach der Übergabe des German Innovation Award 2021.

Die Aquaenergy GmbH mit Sitz im oberfränkischen Forchheim hat ein System entwickelt, mit dem ohne Chemie das Wasser in offenen und geschlossenen Kreisläufen in der Industrie behandelt, Kosten in der Instandhaltung und Reparatur gespart und vor allem nachhaltig und zukunftsorientiert gehandelt wird.

Mitte 2020 übernahm Heike Schneider-Jenchen das Unternehmen im Zuge einer Nachfolgeregelung. Gründer Siegmar Kullack entwickelt seit 15 Jahren zukunftsweisende Technologien zur Wasseraufbereitung in der Industrie ohne Chemie. Aquaenergy produziert AE PowerTubes, die mit einer Frequenz- und Impulstechnologie Biofouling, Korrosion, Kalk und ganz neu auch Algen in wasserführenden Systemen abbauen und über spezifisch angepasste Filtertechniken absorbieren. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit von Produktionsabläufen in der Industrie zu verbessern, sowie den Werterhalt der Produktionsanlagen sicherzustellen. Vor allem der Abbau und das Verhindern der Neubildung von Biofouling, Korrosion, Kalk und Algen liegt im Fokus bei Aquaenergy. Aktuell gewann das Unternehmen den German Innovation Award 2021 in der Wettbewerbsklasse „Excellence in Business to Business“  in der Kategorie Machines & Engineering.

German Innovation Award

Einmal im Jahr zeichnet der „Der Rat für Formgebung“ branchenübergreifende Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Seit 1953 zeichnen die Wettbewerbe des „Rat für Formgebung“ Design-, Marken- und Innovationsleistungen von internationalem Rang aus. Ins Leben gerufen vom Deutschen Bundestag und gestiftet von der deutschen Industrie setzt sich der „Rat für Formgebung“ als unabhängige und international agierende Institution für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein. Teilnehmen beim German Innovation Award können sowohl Kleinunternehmen wie auch Konzerne aus dem B2B- oder B2C-Bereich. Die Bewertung der Einreichungen erfolgt nach den Kriterien Innovationshöhe, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit. Die Innovationsstrategie sollte Aspekte wie soziale, ökologische, ökonomische Nachhaltigkeit und den Energie- und Ressourceneinsatz berücksichtigen. Auch Faktoren wie Standort- und Beschäftigungspotenzial, Langlebigkeit, Marktreife, technische Qualität und Funktion, Materialität und Synergieeffekte spielen eine entscheidende Rolle im Jurierungsprozess. Der German Innovation Award konnte 2021 mit knapp 700 Einreichungen erneut eine große Resonanz erzielen.

Dazu Heike Scheider-Jenchen, Geschäftsführerin von Aquaenergy: „Unser Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten und kontinuierlich weiter zu reduzieren. Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und effiziente Prozesse haben bei all unseren Aktivitäten höchste Priorität. 2020 haben wir unser AE OrganicPure System zur Beseitigung und Abbau von Algen weiterentwickelt. Somit können nun in einem einzigen Prozess Biofouling, Kalk, Korrosion und Algen gleichzeitig behandelt und neutralisiert werden. Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit anerkannten und unabhängigen Instituten an, um eine ständige Optimierung und Weiterentwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten. Daher freut es mich besonders, dass unser AE OrganicPure System zu den Gewinner*innen des German Innovation Awards 2021 in der Kategorie Machines & Engineering gehört.

Einsatz AR-Brille und Remote APP

Ein weiterer Aspekt, der die Jury überzeugt hat, ist der zukunftsweisende Vertriebs- und Service-Ansatz des Forcheimer Unternehmens. Seit kurzem werden Vor-Ort-Termine von Aquaenergy auch digital durchgeführt. Aquaenergy sendet den Unternehmen die bereits programmierte digitale AR-Brille inkl. Handy zur Verknüpfung zu. Der Produktionsleiter (als Beispiel) setzt diese dann vor Ort zu einem vereinbarten Zeitpunkt auf und Aquaenergy schaltet sich live dazu und sieht und hört so alles, was auch der Produktionsleiter wahrnimmt. So sieht man sowohl das Umfeld, die Gesprächspartner*innen und mögliche Dateien, die geteilt werden können – dreidimensional, im Head-up Display.

Ein weiteres Tool, durch das lange Anfahrtswege gespart werden können, ist die Remote App von Aquaenergy. Damit können Probleme frühzeitig erkannt und schnell gelöst werden. Die Kunden arbeiten über Live Video-Schaltung mit Aquaenergy zusammen und verbinden sich sofort mit Expert*innen oder Arbeitskolleg*innen. Mit nur einem Klick richten sich eine sichere Live-Schaltung zwischen Telefonen, Tablets, Smart Glasses, Notebooks und Desktop-PCs ein. Innerhalb weniger Minuten wird das Problem erkannt, automatisch dokumentiert und vor Ort gelöst. So spart man sich die teure Anfahrt von Techniker*innen. „Das Tool wird durchweg positiv angenommen. Es ist eine Bestätigung für uns neue digitale Wege zu implementieren, da diese mit Begeisterung von unseren Kunden genutzt werden“, so Heike Schneider-Jenchen abschließend.