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Hatun-Sürücü-Preis

Bereits zum neunten Mal wurde der Hatun-Sürücü-Preis anlässlich des 16. Todestages von Hatun Sürücü vergeben. Drei Berliner Initiativen bzw. Frauen, die sich für das Recht von Mädchen und jungen Frauen auf Chancengleichheit und Selbstbestimmung einsetzen, werden jährlich mit diesem Preis ausgezeichnet.

Hatun Sürücü hatte sich aus einer Zwangsehe befreit und führte gegen alle Widerstände ein selbstbestimmtes Leben. Kurz vor Abschluss ihrer Gesell*innenprüfung zur Elektroinstallateurin wurde sie von einem ihrer Brüder auf offener Straße erschossen. In Gedenken an sie und ihren Mut lobt die Grüne Fraktion des Abgeordnetenhauses den Hatun-Sürücü-Preis aus.

Der VdU, Landesverband Berlin/Brandenburg hat den diesjährigen ersten Preis gestiftet, der an das Kulturprojekt und die Kunstausstellung bitch MATERial der POISON GmbH ging. bitch MATERial kuratiert Kunstausstellungen, die die Infragestellung patriarchaler Machtstrukturen und das Neudenken konventioneller Rollenbilder thematisiert. Die Ausstellungsreihe bitch MATERial, die 2016 ins Leben gerufen wurde, steht, wie die Preisträgerinnen ausführen, für die künstlerische Auseinandersetzung mit Themen, denen aufgrund patriarchaler Strukturen in der Kunstwelt bisher kein oder wenig Platz eingeräumt wurde. 

Die künstlerische Konzeption und Recherche erfolgte über mehrere Jahre durch die Kuratorinnen Britta Adler und Saralisa Volm, weitere Informationen finden sich unter https://poison-berlin.com/kino/ und https://poison-berlin.com/bitchmaterial/ 

Mit Frau.Macht.Geld ist eine Ausstellung zu weiblichen Künstlerinnen in Planung. Finanzielle Erfolge stellen für sie in der Kunstgeschichte eine Ausnahme dar und so werden sie auch heute oft nicht ausreichend gewürdigt. 

Die vollständige Aufzeichnung der Hatun-Sürücü-Preisverleihung findet sich hier: Link zum Video.
Das Video der Übergabe des 1. Preises finden Sie hier: Link zum Video.