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FüPoG II ist ein wichtiges Signal, muss aber mit weiteren Maßnahmen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft flankiert werden

„Auch wenn die Unternehmerinnen weiterhin der Überzeugung sind, dass es grundsätzlich in der Entscheidungsfreiheit und der Verantwortung der Unternehmen liegen muss, wie sie ihre operative Führung besetzen, sehen sie es ebenso als Pflicht der Unternehmen an, endlich einen signifikanteren Beitrag zu leisten, um die Zahl der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.“

Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des VdU, zum Kabinettsbeschluss für das FüPoG II:

„Das gilt für Unternehmen in privater wie in öffentlicher Hand. Freiwillige Regelungen brachten bisher kaum Veränderungen in den Vorständen. Der VdU begrüßt daher den Beschluss des FüPoG II durch das Kabinett. Wir unterstützen eine verpflichtende Mindestbesetzung für die Vorstände der börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen, die mehr als drei Vorstandsmitglieder haben, mit einer Frau. Ausdrücklich begrüßen wir auch, dass die Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes endlich ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, indem für sie eine Mindestbeteiligung von einer Frau in Vorständen mit mehr als zwei Mitgliedern eingeführt wird. Denn von der Mindestbesetzung kann eine Signalwirkung sowohl für die anderen Führungsebenen als auch für andere Unternehmen ausgehen.
 

Das FüPoG II muss aber mit weiteren Maßnahmen flankiert werden. Eine Mindestbesetzung allein wird keine signifikante Zunahme des Anteils von Frauen in Führungspositionen bewirken. Es müssen zeitnah entscheidende strukturelle und wo nötig gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Frauen nicht länger benachteiligen oder steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fehlanreize setzen und die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die faire Teilung von familiärer Sorgearbeit fördern. Der VdU hat zehn Forderungen formuliert, die aufzeigen, welche Maßnahmen im Zusammenspiel dazu beitragen können, weibliches Unternehmertum und eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft zu ermöglichen.“
 

Die zehn Punkte zur Stärkung von weiblichem Unternehmertum und Frauen in der Wirtschaft finden Sie hier.

 

Pressekontakt

Anke Janetzki, Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU),
Tel.: 030 200 59 19 11; Email: anke.janetzki@vdu.de, www.vdu.de

 

Über den VdU

Im Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) sind rund 1.800 Unternehmerinnen organisiert. Die Unternehmerinnen erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 85 Milliarden EUR und beschäftigen über 500.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Seit 65 Jahren setzt der VdU sich erfolgreich dafür ein, dass die Stimme der Unternehmerinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft angemessen Gehör findet.