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Fünf Jahre Women 20 – Unterstützung durch Königin Maxima der Niederlande

Während des W20-Gipfels in Tokio erreicht die Delegierten die frohe Botschaft: die niederländische Königin setzt sich in ihrer Eigenschaft als Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für finanzielle Inklusion für Entwicklung und Ehrenvorsitzende der Globalen Partnerschaft für finanzielle Inklusion der G20 für eine Stärkung der Women 20 Gruppe ein.

Damit erfüllt sich eines der Ziele des VdU und des Deutschen Frauenrats zur inhaltlichen Untermauerung des zivilgesellschaftlichen Dialogprozesses. Die beiden Verbände haben 2017 die deutsche Präsidentschaft gemeinsam organisiert, an dessen Gipfel Königin Maxima der Niederlande neben Christine Lagarde, Ivanka Trump und anderen prominenten Gästen teilnahm.

Seitdem das erste G20-Ziel in Brisbane 2014 formuliert wurde – „25 by 25“, d.h. Schließung der Lücke in der Arbeitsmarktbeteiligung bis 2025 um 25 Prozent - sind keine signifikanten Fortschritte erzielt worden. Um dieses wie auch die anderen Ziele – mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Unternehmensgründungen durch Frauen, leichterer Zugang zu Kapital, höhere Beteiligung an der Digitalisierung – besser durchsetzen zu können, braucht es Daten und Fakten, die laufend aktualisiert und kommuniziert werden. Die Organisationen hinter den Delegationen der Präsidentschaftsländer sind in der Regel zu klein, um solch eine Aufgabe organisatorisch und finanziell voran zu bringen. Der VdU hat zwar 2017 gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat einzelne Studien beauftragt, darunter zur Wirkung der Digitalisierung auf die Gleichstellung der Geschlechter, von einer echten Berichtsstruktur waren und sind wir bei Women 20 allerdings noch weit entfernt.

In einer intensiven Arbeitssitzung mit der niederländischen Königin an ihrem Arbeitssitz in Den Haag haben Vertreterinnen der letzten Präsidentschaften die Struktur der Zusammenarbeit formuliert. Es sollen Messgrößen (KPI’s) entwickelt, erhoben und verfolgt werden, um auf G20- wie auch auf Länderebene die Umsetzung leichter durchsetzen zu können. Darüber hinaus sind bereits viele Beispiele für Gesetzes- oder auch gesellschaftliche Initiativen gesammelt worden, die nun strukturiert in eine Datenbank einfließen. Dazu zählen z.B. nationale Elterngeldregelungen, Quotengesetzgebungen oder auch Finanzierungsinstrumente. Die Women20-Gruppe ist hoch erfreut über die Unterstützung, die noch in 2019 unter der Federführung der Rockefeller Philantropy Advisors als Inkubator starten soll.