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Die stille Revolution und ein gar nicht stiller Abend in Hattingen

©Marie Nehles

Worin liegt der Sinn unseres unternehmerischen Handelns? Brauchen wir Know-how oder vielleicht auch Know-why? Woher nehmen wir den Mut für große Veränderungen, und wo bleibt der Mensch dabei? Antworten auf diese und andere Fragen gab es am 10. April in Hattingen.

Dr. Christine Trzaska, Vorsitzende des VdU-Landesverbandes Ruhrgebiet, und Brigitte Drees von der EN-Agentur hatten zu einem ganz besonderen Filmabend an einem ganz besonderen Ort eingeladen. Die GRAUZONE ist eine Co-Working Fläche mit offenen Büroräumen, wo kreativer Austausch stattfindet und Visionen entstehen. Ein idealer Ort, um den Kinofilm "Die stille Revolution" zu zeigen. Denn darin geht es ebenfalls um Visionen, und zwar um die von Bodo Janssen. Er ist der Geschäftsführer und Inhaber der Hotelkette Upstalsboom und hat sich vom klassischen Unternehmer zu einem Arbeitgeber entwickelt, der Werte – nämlich glückliche Menschen - als Unternehmenszweck sieht und nicht Gewinn. Wie er das schafft, wie er sich selbst verändert und seine Mitarbeiter durch gemeinsame Aktionen und Reisen zu einem hoch motivierten Team zusammenschweißt, das hat an diesem Abend so manchem Zuschauer zu Tränen gerührt.

Im Film kommt auch Michael Buttgereit zu Wort, der solche Prozesse mit seinem Unternehmen „Gute Botschafter GmbH“ aus Haltern am See begleitet. Er war extra nach Hattingen gekommen, um nach der Filmvorführung Fragen aus dem Publikum zu beantworten.  Das hat auch Nicolas Korte getan. Auch ist der Geschäftsführer der ETABO Energietechnik und Anlageservice GmbH aus Bochum und hat als klassischer Mittelständler seine Firma zu einem Werte geführten Unternehmen entwickel. Nach einer spannenden Diskussionsrunde kamen viele Zuschauer zu dem gleichen Schluss wie Unternehmer Bodo Jansen im Film: „Nichts ändert sich, bis du dich selbst änderst, und dann ändert sich alles …!“

Text: Sabine Ziemke