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Deutschland und Korea – Partner für eine innovative Zukunft

Am heutigen Mittwoch hat Soyeon Schröder-Kim – Repräsentantin der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, NRW.INVEST (Düsseldorf), in Korea – einen Vortrag über die Partnerschaft zwischen Deutschland und Korea gehalten. Sie wurde vom VdU-Landesverband Niedersachsen zum Business Lunch als Referentin ins Restaurant Steuerndieb eingeladen.

Südkorea ist derzeit die vierzehntgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und für Deutschland nach China und Japan der drittwichtigste Absatzmarkt in Asien. Das Land gehört in Technologiefeldern wie der digitalen Elektronik, Flüssigkristallanzeige (LCD) oder Mikrochips zu den Weltmarktführern. Durch kontinuierlich steigende Investitionen in Forschung und Entwicklung hat es Südkorea geschafft, sich  in den letzten Jahren im OECD-Vergleich an die Spitze der forschungsstarken Länder zu setzen – vor den USA, Deutschland und Japan.

Für die deutsche Wirtschaft bieten sich in Südkorea somit vielfältige Möglichkeiten. Soyeon Schröder-Kim vermittelte den rund 60 VdU-Mitgliedern und Gästen als südkoreanische Wirtschaftsmanagerin einen Einblick sowie diverse Hintergründe zu dieser Thematik.

Dazu gehörten die Handelsbilanz zwischen Deutschland und Korea, die industrielle Perspektive Koreas, die Beziehungen beider Ländern in Wirtschaft und Politik, die Entwicklung des Mittelstandes in Korea, Beispiele für künftige Kooperationen sowie Unterschiede in der Business-Kultur und im Alltag. Zu den Top-Exportprodukten von Korea nach Deutschland gehören übrigens unter anderem Pkw, Batterien, Automobilzubehör sowie Medikamente.

Ansprache in Korea: „Frau Repräsentantin“ und „Herr Altbundeskanzler“

Mit viel Humor ging Soyeon Schröder-Kim auch auf die Unterschiede in den Business-Kulturen der beiden Länder ein. So sei es in Korea sehr wichtig, Alter und Arbeitstitel des Gegenübers zu kennen, während in Deutschland eher die inhaltliche Kompetenz wie Fachwissen im Vordergrund stehen würde. Ihr Ehemann habe sich in Korea sehr gewundert, dass er nicht mit „Herr Schröder“, sondern mit „Herr Bundeskanzler“ oder gar „Herr Altbundeskanzler“ angesprochen worden wäre, was ihm – so Kim-Schröder augenzwinkernd – gar nicht so gut gefallen hätte. Sie selbst werde in ihrem Land übrigens mit „Frau Repräsentantin“ angesprochen.

Mit einem dicken Blumenstrauß verabschiedete sich am Ende des Vortrags Martina Machulla, Vorsitzende des Landesverbands Niedersachsen: „Eine wirklich erfolgreiche Veranstaltung. Frau Schröder-Kim hat uns in ihre ehemalige Heimat mitgenommen und uns viel Insider-Wissen vermittelt. Wir freuen uns sehr, dass sie heute bei uns mit ihrer Wirtschafts-Expertise zu Gast war. Wir werden auch weiter in Kontakt mit ihr bleiben!“

Text: Katja Banik