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Deutschland braucht konkrete Fortschritte bei der Unternehmensbesteuerung

Deutschland braucht konkrete Fortschritte bei der Unternehmensbesteuerung, keine weiteren ideologischen Grabenkämpfe über konkrete Maßnahmen zur Reform der Unternehmenssteuern in der nächsten Bundesregierung. Zwar ist es richtig, keine neuen Substanzsteuern und Steuererhöhungen einzuführen, jedoch gehören auch Entlastungen und pragmatische Verbesserungen im Steuerrecht, die den Betrieben Raum für Investitionen und Innovationen lassen, ins Pflichtenheft einer zukunftsorientierten Ampel-Koalition.

Denn klar ist, ohne einen stabilen Mittelstand kann der wirtschaftliche Wiederaufschwung und die Transformation durch Digitalisierung und die Eindämmung des Klimawandels nicht gelingen und der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht nachhaltig krisenfest gemacht werden.

Wichtig wären Entlastungen bei:

  • Die unternehmenssteuerliche Belastung der Kapitalgesellschaften sollte auf nicht ausgeschüttete Gewinne auf 25 Prozent und der Personengesellschaften für alle nicht entnommenen Gewinne auf 22 Prozent begrenzt werden. Neben einer deutlichen Senkung des Körperschaftssteuersatzes sind dabei auch die Einkommenssteuer und insbesondere die Gewerbesteuer in den Blick zu nehmen.

  • Die Abschreibungsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sollte auf 1.000 Euro angehoben werden. Die im Zuge der Corona-Maßnahmen verbesserten degressiven Abschreibungsmöglichkeiten sollten nicht auf 2020 und 2021 begrenzt, sondern dauerhaft eingeführt werden, da sie wichtige Anreize für Investitionen sind und die Unternehmen entlasten. 

  • Die Digitalisierung der Finanzverwaltung und Antragsformalitäten für die Unternehmensgründung muss umgehend umgesetzt werden.

  • Ausdehnung der Forschungs- und Innovationsförderung für KMU auf die angewandte Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien, aber auch auf Investitionen in Digitalisierung und die Bekämpfung des Klimawandels und somit konkret in die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.