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Deutsche Unternehmerinnen fordern Sicherung der Betriebsvermögen bei Neuregelung der Erbschaftssteuer

Anlässlich des heutigen Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Erbschaftssteuerrecht erklärt der Verband deutscher Unternehmerinnen: Nach Überzeugung der deutschen Unternehmerinnen muss eine gerechte Besteuerung von Unternehmensnachfolgen die Bewahrung des Betriebsvermögens sicherstellen. Im Interesse des Gemeinwohls sollte der Fortbestand des Unternehmens bei der Besteuerung des Erbes im Fokus stehen, zumal die Erbschaftssteuer auf bereits versteuertes Vermögen erhoben wird. Die Unternehmerinnen begrüßen, dass laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts kleine und mittlere Familienunternehmen auch zukünftig vollständig entlastet werden, um Existenz und Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

Kernpunkt einer sachgerechten Besteuerung des Betriebsvermögens ist eine klare und angemessene Bewertungsgrundlage. Entscheidend hierfür ist nach Überzeugung der deutschen Unternehmerinnen eine hinreichende Berücksichtigung der vielfach rigiden Beschränkungen von Veräußerung und Gewinnentnahme, wie sie in vielen Unternehmen festgelegt sind.

Angestrebt werden sollte darüber hinaus eine deutliche Steuervereinfachung, beispielsweise nach dem 10-10-Modell des Bundesverbands der Steuerberater, das bei einer Unternehmensfortführung eine  Besteuerung des Ertrags in Höhe von 10% für einen Zeitraum von zehn Jahren empfiehlt.

VdU-Präsidentin Stephanie Bschorr: „Ich habe große Sympathie für den Vorschlag des Bundesverbands der Steuerberater, der einfach und nachvollziehbar sowohl Unternehmensvermögen als auch fungible Vermögenspositionen und Immobilien berücksichtigt, ohne die unternehmerische Substanz und damit den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden.“