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„Der Mittelstand soll lauter werden“ – MIT Heidelberg

Unter dem Motto „MIT uns in die Zukunft“ hat der Kreisverband Heidelberg der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) auf Initiative des Vorsitzenden Tilo Müller zur Veranstaltung mit Minister Peter Hauk MdL und Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner in den Europäischen Hof in Heidelberg geladen.

Zur Veranstaltung im Europäischen Hof fanden sich neben insgesamt vier Vertreterinnen des VdU, Interessenvertreter*innen von BdS, der Handwerkskammer, DEHOGA, dem Verband der Familienunternehmen und des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg ein. Wie ein roter Faden zog sich der Aufruf von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner in seinem Grußwort durch den Abend: „Werden Sie lauter!“

Es wurden Themen diskutiert wie Digitalisierung in allen Branchen und in der Verwaltung, Bürokratieabbau sowie Aus- und Weiterbildung als Grundlage für zukünftige Erfolge. Schließlich müsse das Klimamanagement die deutliche Handschrift des Mittelstandes tragen; dafür müsse sich die CDU stark machen. Die Wirtschaft leidet unter Fachkräftemangel: Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen würde Schüler*innen Einblicke in Berufe bringen, an die sie zuvor nicht gedacht hätten. Unternehmen und Start-ups leiden unter einer Regelungsflut – Entbürokratisierung, Verfahrenserleichterungen und eine Begleitung und Beratung sind hier wichtig. Was in Deutschland entdeckt wurde, muss auch hier weiterentwickelt und vermarktet werden. Der Bereich LiveScience wird zukünftig Arbeitsplätze bringen. Medizinische Einrichtungen und Forschungseinrichtungen sollten hier einen privaten Dritten ins Boot holen, der sein Know-how, z.B. in der Digitalisierung, einbringt.

Badens Landesverbandsvorsitzende Erika Schroth sprach sich klar gegen weitere Lockdowns für Kitas und Schulen aus und forderte neue Möglichkeiten der Ganztagsbetreuung. Außerdem sprach sie explizit eine Ungleichbehandlung in der Förderung von Start-ups an, denn „bei Männern reichen Visionen, Frauen müssen bereits Ergebnisse und Produkte liefern, um eine Förderung zu erhalten“.

Fotos: Mittelstands- und Wirtschaftsunion Heidelberg