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Das Projekt „The Cradle“ im Düsseldorfer Medienhafen

Der VdU Landesverband Rheinland hat zu einem Zoom-Vortrag von Herrn Gerhard G. Feldmeyer, Senior Partner der HPP Architekten GmbH – einer international aufgestellten Architektenpartnerschaft mit über 450 Mitarbeiter*innen aus 25 Nationalitäten – eingeladen.

Das Architekturbüro legt besonderen Fokus auf werthaltige, flexible und zukunftsfähige Architektur. Der Schwerpunkt der Projektauswahl bezieht sich auf Büro- und Verwaltungsgebäude, Hotel- und Wohnungsbau, Kulturbauten u.a. Zu den bekanntesten Projekten zählen das Dreischeibenhaus, der Vodafone-Campus in Düsseldorf und auch das neue Fußballstadion in Freiburg.

Das Leuchtturmprojekt „The Cradle“, im Düsseldorfer Medienhafen wurde nach dem „C2C Prinzip“ (Cradle to Cradle – „von der Wiege zur Wiege“) konzipiert und ist ein Holzhybrid-Bürogebäude, dass Impulse für die Zukunft des Bauens setzen will. Alle eingesetzten Baustoffe werden hinsichtlich ihrer Materialbeschaffenheit, Sortenreinheit und Trennbarkeit geprüft und ausgewählt, so dass sie nach Gebrauch in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Alle verwendeten Materialien werden in ein Materialkataster eingetragen, einem sogenannten „Material Passport“, der präzise Informationen über das verfügbare Depot sowie für einen späteren Rückbau liefert. Die Architektenpartnerschaft HPP versteht das Gebäude „The Cradle“ als Rohstofflager. Sowohl im Betrieb als auch beim späteren Abbruch wird weniger Sondermüll erzeugt. Bis auf die Untergeschosse, das Erdgeschoss und den Kern sind alle wesentlichen Bauelemente aus Holz. Holz bindet im Wachstum CO2, spart durch Vermeidung von Beton CO2 ein und wird von daher als Baustoff in Zukunft eine große Rolle spielen.

Ein Antriebsfunke für diese neue Art der Architektur und Baugestaltung ist der unaufhaltsame Klimawandel. „The Cradle“ ist Impulsgeber und Pilotprojekt für eine zukunftsfähige Stadt und Forschungslabor für künftige Projektgestaltungen, um die optimale Kombination von erneuerbaren Energien, Nutzungsflexibilität, bewusstem Umgang mit Materialien und qualitätvolle Architekturdetails zu erzielen.

Foto: INTERBODEN Gruppe/HPP Architekten; Visualisierung: bloomimages