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Co-Working-Space – Modell für unser künftiges Zusammenarbeiten?

In aller Munde und Phänomen, das mittlerweile weltweit zu finden ist: der „Co-Working-Space“. Dahinter steht die Nutzung von Synergien und übergreifendes Networking als neue Form des Miteinanders von unterschiedlichen Mietern. Die Idee: herkömmliche Arbeitsweisen auf den Prüfstand zu stellen und entstehende „Freiräume“ zu nutzen, um Neues zu erproben.

Der VdU-Landesverband Bayern-Süd hatte jetzt Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines „Co-Working-Space“ zu werfen. Im „Open SP-CE in der Alten Akademie München“ arbeiten aktuell 45 Kreativschaffende unter einem Dach. Wir erlebten jedoch nicht nur Co-Working, Performances, Ausstellungen, Lesungen und kreatives Schaffen, sondern erhielten auch Informationen über die noch relativ junge Branche „Kultur- und Kreativwirtschaft“. Die Branche ist sehr kleinteilig organisiert, sollte aber nicht unterschätzt werden: knapp 90 % der Unternehmen zählen zu den Klein- bzw. Kleinstbetrieben mit maximal zehn Beschäftigten. Im Jahr 2008 erzielte die Branche lt. Wikipedia bereits eine Bruttowertschöpfung von 63 Milliarden Euro und einen Umsatz von 132 Milliarden Euro. Rund 238.000 Unternehmen mit knapp einer Million Erwerbstätigen sind inzwischen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig.

Für uns besonders spannend: wie könnte ein branchenübergreifender Austausch und eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der Kreativwirtschaft und den klassischen Branchen aussehen? Das Kompetenzteams der Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt Kreativunternehmen in Form von Beratung, Qualifizierung, Vernetzung, Internationalisierung und hilft bei der Raumsuche und bei Zwischennutzungen. Unser Dank gilt Anne Gericke und den Kreativschaffenden für einen sehr inspirierenden und informativen Abend.

Text: Yvonne Molek