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Besuch der Botschaft der Republik Armenien

Seine Exzellenz Herr Ashot Smbatyan, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Armenien hat den VdU-Landesverband Berlin/Brandenburg empfangen. Armenien schließt als Binnenstaat im Kaukasus an Georgien, Aserbaidschan, den Iran und die Türkei an und ist flächenmäßig ca. so groß wie das Bundesland Brandenburg.

Trotz des verhältnismäßig kleinen Marktes und den geschlossenen Grenzen zu den Nachbarn Aserbaidschan und Türkei hat Armenien nach einer umfassenden Liberalisierung seit 2006 ein positives Wirtschaftswachstum.

Herr Ashot Smbatyan hat bei der Vorstellung des Landes und der Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland insbesondere die wechselhafte Geschichte Armeniens herausgestellt, die bis heute die Entwicklung des Landes und der Wirtschaft prägen. So lebt unverändert ein hoher Anteil an Armeniern im Ausland, z.B. in den USA oder Frankreich.

Deutschland ist nach Russland und China der drittgrößte Handelspartner, sowohl in Bezug auf Ex- als auch Importe. Armeniens wichtigste Wirtschaftszweige sind der Maschinenbau, die chemische Industrie, die Textil-, Metall-, die Nahrungsmittel- und Aluminiumindustrie. Ein weiterer Bereich ist der seit den letzten Jahren wachsende Tourismussektor. Im Bereich der Hochtechnologien wird die armenische Wirtschaft vor allem durch IT-Unternehmen gestärkt, die ihre Produktentwicklungen als Outsourcing-Standort in Armenien durchführen.

Der Botschafter führte ferner aus, dass die Republik Armenien bestrebt ist sich Europa anzunähern. Darüber hinaus ist die friedliche Lösung des Berg-Karabach-Problems für Armenien unverändert eine der mit Priorität verfolgten Aufgaben.

Nach den Ausführungen des Botschafters und der Beantwortung der zahlreichen Fragen der Unternehmerinnen setzten sich bei landestypischen Spezialitäten und regionalen Weinen die Gespräche rege fort. Am Ende des Abends verabschiedeten sich viele Teilnehmerinnen mit der Erkenntnis, es gibt viele Gründe dieses Land zu besuchen. So fand das diesjährige FCEM World Committee Meeting Ende April 2019 bereits in Armenien statt.

Text: Martina Roloff; Fotos: Ines Huber