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Besuch bei Staatsministerin Kerstin Schreyer

Petra Göckel, Birgit Stockinger, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Jana Mareš (v.l.n.r.)

Wenn nicht jetzt – wann dann? Insbesondere in Zeiten wie diesen bemühen wir uns die Anliegen von Unternehmerinnen in Bayern in politischen Gesprächen an den Mann oder in diesem Fall an die Frau zu bringen. Mit Staatsministerin Kerstin Schreyer sind wir schon seit Jahren in engem Kontakt: Sie war in ihrer Funktion als Arbeits- und Sozialministerin unser erster Gast zu einer politischen Tea Time.

Nun hat sie das größte aller Ministerien übernommen, das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit rund 11.000 Mitarbeiter*innen.

Besonderes Anliegen für uns war der Bereich Verkehr: in München verbringt jeder Autofahrer rund 87 Stunden im Jahr im Stau. Notwendig ist außerdem die Anbindung des Flughafens an das Bahnnetz, die bessere Anbindung des Umlands an die Stadt und die Förderung des ländlichen Raums insgesamt, da sonst die Städte noch schneller wachsen. Bei einer Prognose von weiteren 300.000 Menschen im Großraum München bis 2030 besteht akuter Handlungsbedarf. Das Ministerium setzt insgesamt in Bayern auf die Nutzung aller Verkehrsmittel: ÖPNV, Rad aber auch Auto; der Mensch soll die Entscheidungsfreiheit haben, das für ihn jeweils beste Verkehrsmittel nutzen zu können.

Auch das Projekt Smart Cities/Smart Regions wurde angesprochen. Nach der Ausschreibung für Städte und Gemeinden, wird es verschiedene Projekte geben, bei denen der VdU sich als kompetenter Ansprechpartner für die Belange der Wirtschaft einbringen kann. Im Bereich Wohnen bemüht sich das Ministerium, aber scheitert oft an den Gemeinden und Städten. Wenn dort nicht genügend für den Bau getan wird, dann hat das Ministerium keine Durchgriffsrechte. Trotzdem: auch auf eigenen Grundstücken wird gebaut und Mietwohnraum geschaffen. 

Ermutigend zu wissen, dass die Ministerin nach wie vor überzeugend für Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht und für diese Haltung überzeugend kämpft. Dies will sie im eigenen Ministerium fördern und auch politisch weiterhin unterstützen. Neben der Kinderbetreuung sind dabei auch die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten wichtige Bausteine.

Wir haben Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer erneut als jemanden erlebt, die die demokratischen Grundsätze, das freiheitliche Wertesystem und dem Zusammenhalt der Gesellschaft als Leitlinien für ihr Handeln sieht.  Zu Recht hat Sie ein so bedeutendes Ministerium zu leiten und wir freuen uns über ihre Zusage, auf der Jahresversammlung 2021 über Mobilität in Bayern zu sprechen.

Text: Petra Göckel

Fotocredit: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr