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Unternehmerinnen zum Equal Pay Day: Ursachen der Entgeltdifferenz angehen

Die statistische Entgeltlücke ist nach Überzeugung der deutschen Unternehmerinnen ein Gradmesser für mangelnde wirtschaftliche Teilhabe von Frauen. „Die 21 Prozent zeigen an, dass wir noch weit von gleichberechtigter Teilhabe am Wirtschaftsleben entfernt sind“, sagte Stephanie Bschorr, Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), anlässlich des heutigen Equal Pay Days in Berlin.

Seit mehr als sechzig Jahren setzen sich die deutschen Unternehmerinnen für die Belange von
Frauen in der Wirtschaft ein und kämpfen gegen Herabsetzung und Diskriminierung. Dazu gehört
auch das Engagement für eine Verringerung des Gender Pay Gap.

So wichtig ihnen die gesellschaftliche Diskussion um diese Diskrepanz ist, so wenig unterstützen
die Unternehmerinnen die aktuellen Rezepte der Politik, wie sie im Entgelttransparenzgesetz
derzeit im Bundestag beraten werden.

„Die vorgeschlagenen Regulierungen sind zwar gut gemeint, aber wenig hilfreich, um die
Entgeltlücke zu verringern. Stattdessen müssen wir bei den zentralen Ursachen der
Entgeltdifferenz ansetzen: Der Schlüssel zu einer wirksamen Verringerung des Gender Pay Gap
liegt in der Berufs- und Branchenwahl und im Erwerbsumfang der Frauen“, betont die VdUPräsidentin.
„Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Frauen in den
Hochlohnbranchen der deutschen Wirtschaft und in MINT-Berufen und vor allem bessere
Betreuungsangebote und Erwerbsanreize! Hier ist die Politik gefragt, mehr Ganztagsschulen zur
Verfügung zu stellen und steuerliche Hemmnisse abzubauen, die Frauen von einer Aufnahme
oder einer Ausweitung ihrer Erwerbstätigkeit abhalten“.

So haben die deutschen Unternehmerinnen vom VdU auch in der Anhörung des zuständigen
Bundestagsausschusses argumentiert, zu der sie als Sachverständige geladen waren.

 

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