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Statement Flüchtlingsintegration: Herausforderung und Chance

Der Zustrom hunderttausender Menschen, die Schutz vor Krieg und Gewalt und ein besseres Leben für sich und ihre Familien suchen, stellt Deutschland und Europa vor gewaltige Herausforderungen. Neben den unmittelbaren humanitären Aufgaben und Leistungen von Staat und Zivilgesellschaft gilt das vor allem für die mittel- und langfristige Integration der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Zuzug qualifizierter und qualifizierungsbereiter Migranten grundsätzlich zu begrüßen. Die deutsche Wirtschaft hat die entsprechenden Chancen und die Bereitschaft der Unternehmen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten an deren Verwirklichung mitzuwirken, bereits mehrfach öffentlich betont. Ebenso wie viele andere Wirtschaftsverbände und Unternehmen engagieren sich auch die deutschen Unternehmerinnen in vielfältiger Weise und leisten ihren Beitrag zu dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.

Dazu braucht es schnelle Asylverfahren, um rasch Klarheit über die Bleibeperspektive der Betroffenen zu gewinnen, sowie eine konsequente Rückführung abgelehnter oder straffälliger Asylbewerber ohne Aufenthaltstitel.

Zudem müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine rasche Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge verbessert werden. Das gilt insbesondere für Erleichterungen bei Vorrangprüfung und Mindestlohnregelung, um Unternehmen bei der aktiven Integration von Flüchtlingen in unsere Arbeitswelt zu unterstützen.

Drittens ist die volle Anerkennung und Ausübung der Gleichberechtigung der Frau für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar. Der Verband deutscher Unternehmerinnen setzt sich seit seiner Gründung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Wirtschaftsleben ein. Das gilt selbstverständlich auch für Migrantinnen. Angesichts der massiven Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen ist dies eine entscheidende Bedingung, denn erfolgreiche Integration setzt die Akzeptanz unserer Rechts- und Werteordnung durch die Flüchtlinge voraus.

In diesem Sinn werden die deutschen Unternehmerinnen ihr persönliches und politisches Engagement zur Bewältigung der Flüchtlingskrise fortsetzen.

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