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Foto: Henriette Olbrisch, http://henrietteolbrisch.de/

VdU and Science

VdU stärkt Frauen in Zukunftsbranchen

 

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben bei vielen Frauen ein schlechtes Image. Die so genannten MINT-Berufe (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) gelten ihnen als abstrakt, lebensfern und langweilig. Mit diesem Vorurteil möchte die Arbeitsgruppe VdU and Science (VAS) endlich aufräumen, denn Berufe in den Naturwissenschaften bieten große Chancen für kreative Ideen, nachhaltige Innovationen und wirtschaftliches Wachstum.

Unter der Leitung von Gabi Grützner (Geschäftsführerin der micro resist technology GmbH, Berlin, Unternehmerin des Jahres 2006, Gewinnerin des Großen Preises des Mittelstandes) haben sich aktuell elf VdU-Mitglieder zusammengefunden, die über breit gefächerte Erfahrungen im MINT-Bereich verfügen. Ihr Ziel ist es, Frauen Perspektiven in diesen Zukunftsbranchen aufzuzeigen, sie zur Selbstständigkeit zu motivieren und die konsequente Umsetzung von Forschung in wirtschaftlichen Erfolg zu fördern.

Enge Kooperation mit dem BMBF

Gemeinsam mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, unterzeichnete Petra Ledendecker das Memorandum zum nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufe am 17.06.2008. Über 40 Partner wollen durch Initiativen unter dem Motto »Komm, mach MINT« die Öffentlichkeit sensibilisieren und so die Chancen für Frauen in den Naturwissenschaften verbessern.

Einen Projektantrag zu »Frauen in MINT-Berufen« hat die VAS-Gruppe bereits eingereicht. Neben der Information von Schülerinnen und Studenten soll ein »Best-Practice«-Beispiel gefördert werden: Erfahrene Unternehmerinnen begleiten über drei Jahre hinweg eine junge Frau, die sich im MINT-Bereich selbstständig machen will. Bei allen wichtigen Fragen vom Businessplan über das Marketing, bis zum Controlling stehen ihr die fachkundigen Beraterinnen zur Seite. Eine detaillierte Dokumentation soll auch andere Forscherinnen ermutigen, sich mit ihrem Know-how und ihren Ideen unternehmerisch selbstständig zu machen.

Schwerpunkt Bionik

Ein Fokus von VAS richtet sich auf die Bionik, das systematische Lernen von der Natur für die zukunftsorientierte Entwicklung von Produkten. Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) stellte fest, dass Deutschland zu den bedeutenden Forschungsstandorten in dieser Disziplin gehört: Die deutsche Bionik-Forschung ist breit aufgestellt. Vielfach geht sie auf die Initiative von einzelnen Personen und Institutionen zurück. Damit sich die Bionik in Zukunft noch stärker als „Ideenpool“ für Innovationen etablieren kann, ist eine weitere Systematisierung und das Verfügbarmachen von Funktionsprinzipien aus der Biologie erforderlich. Die weitgehende Abwesenheit der Bionik in der schulischen und universitären Lehre ist ein Hemmnis für das Ausschöpfen des großen Forschungs- und Entwicklungspotenzials dieser Zukunftswissenschaft. Entscheidend wird sein, dass das Wissen aus der bereits geleisteten Forschung an die nächste Bionik-Generation weitergegeben wird, um den technologischen Vorsprung Deutschlands auf Dauer zu halten. Hier setzt die Initiative von VAS an.

 

VdU in den Medien:

Es fällt nichts vom Himmel
Claudia Gläser über Chancen von Frauen in technischen Berufen
Südwest Presse [4. März 2009]

Vorsitzende der VAS-Arbeitsgruppe

Sophia Hatzelmann

ahc GmbH Unternehmensberatung, Stuttgart

Stellvertretende VAS-Vorsitzende

Gabi Grützner

micro resist technology GmbH, Berlin

Unternehmerin des Jahres 2006, Gewinnerin des Großen Preises des Mittelstandes