
Die Mitglieder des Verbands deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) haben Stephanie Bschorr am 25. April 2012 zur neuen Verbandspräsidentin gewählt. Seit Januar 2012 führt Stephanie Bschorr die Amtsgeschäfte bereits kommissarisch.

Die Mitglieder des Verbands deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) haben Stephanie Bschorr am 25. April 2012 zur neuen Verbandspräsidentin gewählt. Seit Januar 2012 führt Stephanie Bschorr die Amtsgeschäfte bereits kommissarisch.
Anlässlich des Equal Pay Day kritisieren der Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) und der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) in einer gemeinsamen Pressemitteilung die immer noch eklatanten Lohnunterscheide zwischen Frauen und Männern in Deutschland.
„Der VdU begrüßt den heute im Bundestagsplenum in einer 90-minütigen Debatte vorgestellten Gesetzesentwurf der SPD zur Quotenregelung. Die schon Anfang dieser Woche veröffentlichten Zahlen und Forderungen der EU-Kommissarin Reding haben verdeutlicht, dass die freiwilligen Vereinbarungen nicht Ziel führend sind“, sagte die kommissarische VdU-Präsidentin Stephanie Bschorr heute in Berlin.
„Schon heute fordern richtigerweise 75% der Bürger gesetzliche Regelungen, denn nur so werden wir den längst überfälligen Systemwechsel in den Top-Etagen der Wirtschaft in Gang bekommen. Die jetzige hervorragend ausgebildete Frauengeneration ist nicht länger gewillt, das derzeitige Veränderungstempo zu akzeptieren. Denn dann würden noch 40 Jahre vergehen, bis endlich 40 Prozent der Vorstände und Aufsichtsräte weiblich wären“, sagte Stephanie Bschorr, kommissarische VdU-Präsidentin, heute in Berlin.
Petra Ledendecker, die seit Dezember 2007 dem einzigen Wirtschaftsverband für Unternehmerinnen in Deutschland vorstand, hat zum 31. Dezember 2011 ihr Amt als VdU-Präsidentin niedergelegt. Die erste Vizepräsidentin Stephanie Bschorr übernimmt kommissarisch die Amtsgeschäfte des Verbandes.

Der Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) ist einer der Mitinitiatoren der Berliner Erklärung, die am heutigen Donnerstag in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der VdU sieht die Berliner Erklärung als unüberhörbares Signal zur Umsetzung verbindlicher gesetzlicher Quotenregelungen zur Erhöhung des Frauenanteils in Entscheidungsgremien.
Die Berliner Erklärung steht ab sofort zur Unterschrift offen unter: www.berlinererklaerung.de
VdU-Geschäftsführerin Carlotta Köster-Brons teilte heute in Berlin mit, dass der Aufsichtsratspool des Verbandes - eine Datenbank nach norwegischem Vorbild - inzwischen mehr als 400 Profile hochqualifizierter Kandidatinnen umfasst. Unternehmen greifen zunehmend auf das Angebot des Verbandes zur Vermittlung top qualifizierter Frauen in Aufsichtsräte zurück.
„Das heutige Treffen der Dax-Konzerne mit den Ministerinnen und Ministern der Bundesregierung unter der Federführung von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder hat gezeigt, dass freiwillige Zielvorgaben in absehbarer Zeit die so dringend notwendigen Veränderungen in den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen nicht herbeiführen können. Es ist durchaus lobenswert, dass einige Unternehmen den Frauenanteil in einem absehbaren Zeitraum erhöhen werden. Die heutige Veranstaltung macht aber auch deutlich, dass einige Unternehmen erheblich weniger tun als sie müssten und sollten“, sagte die Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), Petra Ledendecker, heute in Berlin.
Bei der Veranstaltung „Zukunft sichern – Frauen gewinnen“ in Berlin diskutierte VdU-Geschäftsführerin Carlotta Köster-Brons die Frage „Fachkräftesicherung – erschließen wir die Potentiale von Frauen für die Unternehmen?"
Die Anfang der Woche bei einem Fachgespräch der Gruppe der Frauen der CDU-CSU-Bundestagsfraktion gemachte Ankündigung des parlamentarischen Staatssekretärs im BMFSFJ, Dr. Hermann Kues, bis spätestens Ende dieses Jahres eine gesetzliche Regelung zur stärkeren Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien auf den Weg zu bringen, begrüßt der VdU.