Unternehmerinnenpräsidentin Ledendecker:
Türkisch als Abiturpflichtfach schadet jugendlichen Migranten bei der
Berufswahl
- 18. Februar 2008 -
Berlin. Die Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU)
Petra Ledendecker lehnt den SPD-Vorschlag ab und plädiert für die Stärkung
der Weltsprachen Englisch und Französisch in der Schule.
Den Vorschlag der SPD-Integrationsbeauftragten Ute Vogt, Türkisch als zweite
Fremdsprache gleichrangig neben Französisch und Englisch an den Schulen
einzuführen, bezeichnet Ledendecker als weltfremd.
Türkisch wird zwar von 70 Millionen Menschen gesprochen - jedoch vor allem in der
Türkei. Als Landessprache darf Türkisch in den Schulen nicht mit den Weltsprachen
gleichgesetzt werden.
Sichere Kenntnisse in Englisch, Französisch und zunehmend Spanisch und
Chinesisch sind für junge Leute die Eintrittskarte in unsere wesentlich vom
weltweiten Export lebende Wirtschaft. Konzentrieren sich jugendliche Migranten und
Migrantinnen auch noch im Abitur auf ihre Muttersprache, haben sie auf dem
internationalen Arbeitsmarkt keine Chance.
Die Zustimmung, die der Vogt-Vorschlag von der Bundesvereinigung der
Arbeitgeberverbände (BDA) und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag
(DIHK) erhalten hat, teilt die VdU-Präsidentin so nicht. Sie befürchtet, dass gerade
Schüler und Schülerinnen aus traditionellen türkischen Familien den Anschluss an
die Arbeitswelt verpassen, wenn sie sich statt für Englisch, Spanisch oder
Französisch im Abitur für die türkische Sprache entscheiden können.
Deutschland als Einwanderungsland kann die türkische Sprache in den Schulen
nicht ignorieren. Der VdU begrüßt deshalb Türkischunterricht in den Grundschulen:
Kinder sollen neben der deutschen auch die eigene Muttersprache sicher
beherrschen.
Das Abitur auf türkisch jedoch widerspricht jedem Integrationsgedanken und
behindert junge Leute beim Einstieg in den internationalen Arbeitsmarkt.
Italienisch, Türkisch, Polnisch und Russisch als Fremdsprachen sollten als
zusätzliches und freiwilliges Angebot in den Schulen weiter etabliert werden. Das
darf aber keinesfalls auf Kosten der Weltsprachen geschehen.
Petra Ledendecker vertritt als Präsidentin des VdU rund 1500 Unternehmerinnen.
Diese erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 30 Milliarden Euro und
beschäftigen über 300.000 Mitarbeiter in Deutschland.
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Neue Präsidentin für den Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU)
- 3. Dezember 2007 -
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin haben am 3. Dezember die
Mitglieder des VdU die Meller Unternehmerin Petra Ledendecker mit großer Mehrheit zu
ihrer neuen Präsidentin gewählt. Zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte war ein Votum
per Briefwahl möglich, wovon mehr als 400 Mitglieder Gebrauch machten.
Die bisherige Präsidentin Regina Seidel gratulierte ihrer Nachfolgerin und wünschte ihr und
dem VdU Glück und Erfolg.
Zum geschäftsführenden Vorstand gehören künftig neben Petra Ledendecker folgende
Unternehmerinnen:
Sieglinde Haufler 1. Vizepräsidentin und Schatzmeisterin
Christiane Hauck 2. Vizepräsidentin, Internationale Zusammenarbeit
Weitere Bundesvorstandsmitglieder sind:
Barbara Ahrons
Dr. Gabriele Berndt
Christel Horstmann-Oepping
Dr. Sabine Schmid-Hopmeier
Dr. Haidrun Wietler
Die Amtszeit des neuen Vorstands beginnt mit der Eintragung ins Vereinsregister.
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