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Projekt: "Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien"

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projektes „Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien“ ist zum einen die gezielte Aufstiegs- und Karriereförderung für 150 weibliche Führungskräfte und zum anderen die Vermittlung von geeigneten Frauen an Unternehmen, die ihre Aufsichtsgremien mit Frauen besetzen möchten. Mit diesem Projekt begegnet der VdU somit auch der immer wiederkehrenden Behauptung, dass vakante Positionen nicht mit Führungsfrauen besetzt werden könnten, da es keine geeigneten Kandidatinnen gäbe.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex sieht es als grundsätzlich erforderlich an, die Qualifikation von Aufsichtsräten allgemein zu erhöhen. Deshalb spricht sich die Kommission für eine Ausweitung von Weiterbildungsmaßnahmen aus. Diese sollen künftigen und amtierenden Aufsichtsräten fundierte theoretische wie praxisbezogene Informationen für die Tätigkeit in einem Aufsichtsgremium vermitteln. Unternehmen sieht die Kommission in der Pflicht, neue Aufsichtsratsmitglieder in eigenen Einführungsangeboten mit Branchen- und Unternehmensspezifika vertraut zu machen.

Der  VdU greift mit seinem Projekt die Forderung des Kodexes nach qualifizierten Weiterbildungsmaßnahmen auf und wird in den kommenden drei Jahren 150 Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen die Möglichkeit anbieten, sich in Seminaren speziell für die Übernahme eines Sitzes in einem Aufsichtsgremium qualifizieren zu lassen. Das Seminarangebot richtet sich an Frauen, die bereits in Top-Führungspositionen sind und von ihrer Qualifikation grundsätzlich für die Übernahme eines Sitzes in einem Aufsichtsrat oder Beirat geeignet sind. Damit die Kandidatinnen künftig auch zeitnah von Unternehmen gefunden werden können, baut der Verband zudem eine nicht-öffentliche Datenbank mit den Qualifikations- und Kompetenzprofilen der Teilnehmerinnen, aber auch weiterer interessierter Kandidatinnen auf. Diese Datenbank versteht sich als bundesweite Börse zur Vermittlung von potentiellen Mandatsträgerinnen in Aufsichtsgremien. Die Datenbank wird auch nach Abschuss des Projektes im Frühjahr 2013 weiter zur Verfügung stehen.

Das Projekt wird gefördert durch die Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft.“ Die Initiative wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds finanziert und wurde gemeinsam mit der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) entwickelt. Sie verfolgt das Ziel, Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, wie Unternehmen und Sozialpartner die Beschäftigungssituation von Frauen nachhaltig verbessern können. Die Bundesinitiative ist auf folgende Ziele ausgerichtet: eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen, gleiche Aufstiegs- und Karrierechancen, eine bessere Beteiligung an betrieblicher Weiterbildung, die Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern und eine bessere Work-Life-Balance. Mehr Informationen finden Sie unter www.bundesinitiative-gleichstellen.de.

Kontakt:

 

Nico Mantzke

Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU)

 

Glinkastraße 32
10117 Berlin

 

Tel.: (030) 20 05 919-13

Fax: (030) 20 05 91 920-13

E-Mail:nico.mantzke@vdu.de